Kurz vor den Sommerferien an
einem Samstag investierte der Aikido-Nachwuchs des KSV-Moers (Kinder von 6
bis 14 Jahre) in der Turnhalle der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in
Moers nochmal drei Stunden voller Energie und Konzentration in die
Weiterbildung ihres Sportes. Beim zweimal jährlich stattfindenden
Kinderlehrgang der Aikido-Abteilung des KSV konnten die Moerser diesmal auch
Gäste aus Essen begrüßen.
Den Anfang machte Oliver Drev, 2. Dan (Tendoryu-Aikido),
mit einem 1 1/4stündigen, kindgerecht angebotenen Lehrgang.
Hilfestellung
vom Trainer
Eine komplizierte Technik, aufgeteilt in zwei einzelne
Bewegungen, stellte die Kinder vor eine mehr oder weniger große, aber auf
jeden Fall lösbare Aufgabe. Daher schauten alle sehr gespannt zu und machten
alles mit Begeisterung nach.
Zuschauen
...
.. und nachmachen!

Die zusammengesetzte Technik führte er dann mit einem
Jugendlichen vor, der selbst jahrelang in der Kindergruppe gelernt und
trainiert hat und schon zum Vorbild für die Kleineren geworden ist.
Das "kleine" große Vorbild der Kinder
Eine Variation der Technik mit freiem Fall zum
Abschluß stellte natürlich kein Problem dar und ließ die Kinder staunen. Das
brauchen sie natürlich noch nicht zu können. Zwischendurch zeigte Oliver
Drev anschaulich und mit viel Witz, warum eine vorgeführte Technik bei dem
ein oder anderen Kämpfer schon mal nicht so auf Anhieb funktionieren will.
Selbst die Jüngsten von ihnen waren so ganz bei der Sache.
Der zweite Teil des Nachmittages begann mit einer
kleinen Demo. Volker Marczona, Trainer in der Erwachsenengruppe, und Oliver
gaben eine kleine Kostprobe ihres Könnens. Schnelle ernsthafte Angriffe,
reflexartiges Eintreten zum Partner hin, Werfen und freies Fallen, flüssige
Aktionen und Reaktionen. "Und das macht ihr jetzt bitte alle mal nach". Wenn
alle so eifrig weiterüben, dauert das nicht mehr ganz so lange, bis sie das
auch können, so die Einschätzung von Volker. Die Kinder waren beeindruckt.
Danach waren sie wieder ganz konzentriert und voller Elan bei der Sache und
das geplante Prüfungsprogramm, an dem alle teilnehmen sollten, konnte
starten. Fragen zu Dojoregeln beantworten, Rollen vor und rückwärts zeigen
und eingeübte Techniken vorführen. Voll konzentriert und ernsthaft sind sie
bei der Sache und fragen doch am Ende: "War das jetzt schon die Prüfung?".
Ursprünglich für nur einige Kinder geplant, hatte so schließlich die ganze
Gruppe ihre nächste Graduierungsurkunde in der Hand. Da haben die Kinder die
Erwachsenen mal überrascht. Aber so richtig.
Bei so viel "Arbeit" durfte der Spaß nicht zu kurz
kommen. Zum Schluß freuten sich alle auf ein kleines Sumoturnier: einmal der
Größe nach, dann aber wurde auch mit einem Wunschpartner gerungen. Hier
wollten die Kleinen die Großen einmal "ordentlich" testen.
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Bilder Kinder LG-Moers Juni 10